SZCZEPANIK Polychrom-Lösung (Zytologische Schnellfärbung)
Diese Lösung ist speziell für zytologische Schnellfärbungen konzipiert. Sie ermöglicht eine differenzierte und detaillierte Darstellung von Zellstrukturen, was insbesondere in der Histologie und in der medizinischen Diagnostik von Bedeutung ist, wo eine genaue Darstellung von Zellstrukturen unerlässlich ist.
Die Chemikalien in der SZCZEPANIK Polychrom-Lösung interagieren spezifisch mit verschiedenen Zellkomponenten. Zum Beispiel bindet das Eosin G an Proteine und färbt sie rot, während Lichtgrün gelblich und Bismarckbraun R spezifisch Zellkomponenten wie das Zytoplasma und den Zellkern markieren. Die Essigsäure und Phosphorwolframsäure dienen als pH-Regulatoren und fixieren die Farbstoffe auf den Zellen.
Bei der Anwendung wird das Präparat in mehreren Schritten fixiert, hydratisiert, gefärbt und dehydriert. Durch diesen Prozess wird eine präzise und reproduzierbare Färbung der Zellstrukturen erreicht, die eine detaillierte Untersuchung ermöglicht. Die SZCZEPANIK Polychrom-Lösung liefert so eine zuverlässige Grundlage für eine genaue zytologische Analyse.
Art.-Nr.: 14697
Färben von Abstrichpräparaten
Wichtige Hinweise
Verkaufsbeschränkung: keine Privatanwender!
UN-Nummer: 1987
Warnhinweise:


Lagerung: 15 … 25 °C
Produktinformation
Wesentliche Bestandteile:
• Ethanol 99,0 % vergällt
• Lichtgrün gelblich (C.I.: 42095)
• Bismarckbraun R (C.I.: 21010)
• Eosin G (C.I.: 45380)
• Essigsäure 99%
• Phosphorwolframsäure
Gebrauchsanweisung
Gebrauchsanweisung / Protokoll / Anwendungsempfehlungen
Verwendung:
Die PAP Färbung ist nach Ihrem Erfinder Georg Nicolas Papanicolaou benannt und die meist verwendete Färbemethode für zytologisches Material. Die Färbung wird in der gynäkologischen in-vitro-Diagnostik für die Früherkennung von Tumoren eingesetzt. Darüberhinaus sind andere zytologische Nachweise mit dieser Färbemethode möglich. Die Färbelösung Papanicolaous Lösung 3b wird in Kombination mit Papanicolaous Lösung 1a Harris (Artikel-Nr.: 11953) und Papanicolaous Lösung 2a Orange G (Artikel-Nr.: 11957) in der Papanicolaous Färbung angewendet werden. Die Färbelösung ist ausschließlich für die professionelle Anwendung als in-vitro Diagnostikum im zytologischen bzw. histologischen Labor vorgesehen.
Prinzip:
Nach der Kernfärbung mit Papanicolaou Lösung 1a Harris erfolgt im zweiten Schritt die Zytoplasmafärbung mit Papanicolaou 2a Orange G. Die verhornten und reifen Plattenepithelzellen werden rot-orange dargestellt. Im dritten Färbeschritt kommt Papanicolaou Lösung 3b(EA50) zu Einsatz. Eine polychrome Lösung aus Eosin, Lichtgrün und Bismarckbraun. Durch die unterschiedliche Grösse der Farbstoffmoleküle und die unterschiedliche Beschaffenheit des Cytoplasmas ist es möglich das Plattenepithel in reife oder unreife Zellen zu differenzieren.
Verfahren:
Die PAP-Färbung kann als Handfärbung oder als Automatenfärbung durchgeführt werden. Die zytologischen Präparate werden i.d.R. vor der Färbung mit einem methanolhaltigen Fixiermittel oder speziellen zytologischen Fixativen fixiert. Das luftgetrocknete Material kann dann wie in den beiden folgenden Beispielen gefärbt werden: Progressive Färbung: (1)Ethanol 70%2 min (2)Aqua dest.30 sec (3)Papaninolaou Hämatoxylin (PAP 1a)3 min (4)fließendes Leitungswasser5 min (5) Ethanol 96%30 sec (6)Papanicolaou Lösung (PAP 2a) 3 min (7) Ethanol 96%30 sec (8) Ethanol 96%30 sec (9)Papanicolaou Lösung (PAP 3b) 3 min (10) Ethanol 96%30 sec (11) Ethanol 96%30 sec (12) Isopropanol 1 min (13)Xylol2 min (14)Xylol2 min (15)Trocknen und Eindecken Regressive Färbung: (1)Ethanol 70%2 min (2)Aqua dest.30 sec (3)Papaninolaou Hämatoxylin (PAP 1a)5 min (4)Salzsäure 0,25 %ig1 min (5)fließendes Leitungswasser5 min (6) Ethanol 96%30 sec (7)Papanicolaou Lösung (PAP 2a) 1 min (8) Ethanol 96%30 sec (9) Ethanol 96%30 sec (10)Papanicolaou Lösung (PAP 3b) 1 min (11) Ethanol 96%30 sec (12) Ethanol 96%30 sec (13) Isopropanol 1 min (14)Xylol2 min (15)Xylol2 min (16)Trocknen und Eindecken Die Färbung kann progressiv oder regressiv erfolgen. Bei einer progressiven Färbung wird überschüssiger Farbstoff durch Spülen in Leitungswasser zu einem wasserunlöslichen Lack umgewandelt (“Bläuen“). Bei einer regressiven Färbung wird durch längeres Färben (“Überfärben“) und durch anschließendes Spülen in 0,1% Salzsäure-Lösung differenziert. Jedes Labor sollte eine eigene Arbeitsanweisung für ein Färbeprotokoll erstellen, die sich an den Gegebenheit des Labors und den jeweils zu bearbeitenden Fragestellungen des Anwenders orientieren. Weitere mögliche Verwendungen der Komponente wurden im Rahmen der Leistungsbewertung nicht getestet.
Leistung:
Erwartete Ergebnisse Lichtmikroskop: Zellkerne:blau, dunkelviolett Zytoplasma:blaugrün Verhornt:rot-orange Erythrozyten:rot Bakterien:grau-blau Trichomonaden:grau-grün
Gefahren- und Sicherheitshinweise
| Signalwort 1: Gefahr |
| Signalwort 2: flamme, exclam, silhouete, |
Warnhinweise: ![]() ![]() ![]() |
|
H370 P260-P264-P270-P321-P308+P311-P321-P405-P501 |
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